Etappe 5 von 5 · Erste Wochen
Stubenreinheit und Alleinbleiben
Mit Geduld, festen Zeiten und kleinen Schritten wird dein Kromfohrländer-Welpe stubenrein und lernt, entspannt eine Weile allein zu bleiben.
2 Min. Lesezeit

Das Wichtigste in Kürze
- Nach dem Aufwachen, Fressen und Spielen sofort nach draußen – und dann loben.
- Missgeschicke nie bestrafen, sondern gründlich reinigen.
- Alleinbleiben erst üben, wenn dein Welpe angekommen ist – in Sekunden-Schritten.
- Plane die ersten Wochen so, dass dein Welpe noch nicht lange allein sein muss.

Zwei Themen beschäftigen fast alle neuen Welpenbesitzer: Wann wird mein Hund stubenrein? Und wie lernt er, allein zu bleiben? Die gute Nachricht: Beides klappt mit Geduld und einer klaren Routine.
Stubenrein werden
Stubenreinheit lernt ein Welpe Schritt für Schritt. Deine Aufgabe ist es, ihm möglichst oft die Gelegenheit zu geben, draußen erfolgreich zu sein.
Bring deinen Welpen nach draußen:
- direkt nach dem Aufwachen
- nach dem Fressen und Trinken
- nach dem Spielen
- wenn er unruhig wird, schnüffelnd im Kreis läuft oder zur Tür geht
- anfangs zusätzlich regelmäßig zwischendurch, und nachts, wenn er unruhig wird
Geh immer zur selben Stelle, warte ruhig und lob ihn überschwänglich, sobald er sich gelöst hat. Ein Signalwort wie „Mach Pipi“ kann helfen.
Wenn mal etwas danebengeht: Nicht schimpfen – dein Welpe versteht den Zusammenhang nicht und wird eher unsicher. Erwischst du ihn auf frischer Tat, trag ihn ruhig nach draußen. Reinige die Stelle gründlich mit einem geruchsneutralisierenden Reiniger, damit er sie nicht wieder aufsucht.
Wie schnell ein Welpe stubenrein wird, ist sehr unterschiedlich. Rückschritte gehören dazu, bleib geduldig.
Alleinbleiben üben
Für einen Kromfohrländer, der so eng an seiner Familie hängt, ist Alleinbleiben nichts Selbstverständliches. Er muss es in kleinen Schritten lernen – und zwar erst, wenn er bei dir angekommen ist und sich sicher fühlt.
- Klein anfangen: Verlass den Raum für wenige Sekunden, während dein Welpe entspannt ist oder döst, und komm zurück, bevor er unruhig wird.
- Langsam steigern: Verlängere die Zeit in kleinen Schritten. Später verlässt du die Wohnung, erst für eine Minute, dann für ein paar Minuten.
- Unspektakulär gehen und kommen: Keine große Verabschiedung, kein stürmisches Begrüßen. So wird dein Kommen und Gehen zur Normalität.
- Gut vorbereiten: Vorher eine kleine Runde draußen und etwas Beschäftigung, danach darf dein Welpe in seinem sicheren Bereich ruhen. Ein Kauspielzeug kann helfen.
Geht es einen Schritt zu schnell und dein Welpe fiept oder bellt, mach beim nächsten Mal wieder kürzer. Übe regelmäßig, auch wenn du eigentlich zu Hause bist.
Realistisch planen
Gerade in den ersten Wochen sollte dein Welpe noch nicht lange allein bleiben müssen. Plane deshalb Urlaub, Homeoffice oder Unterstützung durch Familie und Freunde ein. Wenn das Alleinbleiben auch nach längerer Übung nicht klappt, hol dir Hilfe bei einer erfahrenen Hundetrainerin oder einem Hundetrainer – oder sprich uns an.